An keinem Teil seines Werks lag Albert Schweitzer mehr als an seinem Beitrag zur Philosophie. Doch die ihm gebührende Wirkung mußte ausbleiben, weil nach seinen beiden philosophischen Büchern von 1923, der Kulturkritik (Kulturphilosophie I) und der Ethik (Kulturphilosophie II) - heute zusammengefaßt unter dem Titel Kultur und Ethik - , kein weiteres mehr erschien. Hier wird aus dem Nachlaß die Fortsetzung veröffentlicht, an der Albert Schweitzer 14 Jahre lang, von 1931 - 1945, gearbeitet hat. Der Leser kann jetzt die Linien des Schweitzerschen Denkens über die Erstlingsschriften hinaus verfolgen. Sichtbar wird dabei der eindrucksvolle Versuch, die Ethik zu einer "Weltphilosophie", zu einer quer durch die Kulturen akzeptierbaren Deutung von Leben und Kosmos auszubauen. Albert Schweitzer wird spätestens mit dieser Veröffentlichung als bedeutender Philosoph unseres Jahrhunderts erkennbar - in einem Werk von überraschender Aktualität.
Albert Schweitzer was born into an Alsatian family which for generations had been devoted to religion, music, and education. His father and maternal grandfather were ministers; both of his grandfathers were talented organists; many of his relatives were persons of scholarly attainments.
Having decided to go to Africa as a medical missionary rather than as a pastor, Schweitzer in 1905 began the study of medicine at the University of Strasbourg. In 1913, having obtained his M.D. degree, he founded his hospital at Lambarene in French Equatorial Africa, but in 1917 he and his wife were sent to a French internment camp as prisoners of war. Released in 1918, Schweitzer spent the next six years in Europe, preaching in his old church, giving lectures and concerts.
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