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Von Kauffshandlungen und Wucher: für heutige Leser aufbereitet
Götz Briefs erfand den Begriff der „Grenzmoral“, mit dem in der Wirtschaft das Phänomen sich ständig verschiebender ethischer Ansprüche bezeichnet wird. Sie macht es schwierig, festzustellen, wo die Grenze zur Unethik überschritten wird. Nicht ohne Grund wurden in Deutschland geschäfts-ethische Vergehen bis Ende des 20. Jahrhunderts von Gerichten kaum verfolgt. Man kannte weder Begriffe noch Verhaltensweisen, noch gab es Kriterien und Personal zur Verfolgung aller Verstöße.
Hätte man damals Luthers Schrift schon zur Hand gehabt, wäre manches sicher früher und effektiver behandelt worden. Vielleicht hätte die Rot-Grün-Regierung um die Jahrtausendwende bei der Deregulierung besser hingeschaut. Denn auch bei Luther kommt die Abkopplung der Finanzwirtschaft von der zugrundeliegenden Güterwirtschaft schon vor, wenn er sich den „anderen Teil des Wuchers“ vornimmt.
Paperback, 148 pages

Published June 14th 2016 by epubli

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